Unser Stamm
Unsere Geschichte
Aufgeschrieben 1998 im Festheft zum 50-jährigen Jubiläum: von einem Dutzend Jungen an der Wurm bis zu über 100 Mitgliedern und einer Freundschaft bis in die Bretagne.
„Heute ist Sonntag. Gestern war ich zu einem neuen Stamm nach Bardenberg. Etwa ein Dutzend Jungen. Führer 19 Jahre alt. Spielt Klampfe und ist Schüler. Heißen tut er Peter Jungen. Das Gelände ist für eine Pfadfindergruppe geeignet: Wald, Wiesen und die Wurm.“
Kapitel 1
1947–1955: Die Anfänge
Eine Gruppe Jungen um Peter Jungen findet sich zusammen. Ein genaues Gründungsdatum gibt es nicht – als Gründungsjahr gilt 1948.
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1947
In Bardenberg findet sich eine Gruppe zusammen. Im Brief von 1948 heißt es: „Die Jugend drängt schon seit dem vorigen Sommer.“
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1948
Am 15. Februar wird der neue Stamm zum ersten Mal schriftlich erwähnt. Zur Festigung der Gruppe geht es in den ersten Jahren auf Fahrt in die Eifel und ins Bergische Land.
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1953
Martin Birmanns übernimmt die Leitung der Gruppe.
Martin Birmanns mit seiner Gruppe
Kapitel 2
1956–1967: Bardenberger in Kämpchen
Ohne Leiter wird der Stamm aufgelöst und Kämpchen in Kohlscheid zugeordnet. Dass es weitergeht, ist vor allem Harald Thelen zu verdanken.
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1956
Die Gruppenleiter müssen aus beruflichen Gründen aufhören. Der Stamm wird vom Gaufeldmeister aufgelöst und dem Stamm Kämpchen zugeordnet; ab Oktober gehen die Bardenberger dort zu den Gruppenstunden. Heinz Weber und Norbert Steffens leiten die Gruppe.
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1957 – 1958
Harald Thelen kommt dazu. 1958 melden sich alle anderen Bardenberger ab – er bleibt, besucht den Kornett-Kurs für Sippenleiter und gewinnt neue Mitglieder. Bald gibt es in Kämpchen wieder eine Bardenberger Sippe.
„Nur aufgrund der jahrelangen Bemühungen von Harald … ist es heute möglich das 50-jährige Bestehen der Bardenberger Pfadfinder zu feiern.“
Harald Thelen -
1958
Das Sternsingen wird wieder eingeführt. Vom Geld wird ein Rundzelt gekauft – jahrelang sind es die einzigen Einnahmen im Jahr.
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1960
Das erste Sommerlager: im Bregenzer Wald, gemeinsam mit den Pfadfindern aus Kämpchen.
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1962
Das neue Jugendheim wird eingeweiht – seitdem dürfen die Pfadfinder Gruppen- und Spielraum benutzen. Von der Jungschar gibt es eine Kohte geschenkt.
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1963
Sommerlager in Großdorf im Bregenzer Wald, mit Unterstützung der Würselener Pfadfinder. Der Stamm hat drei Jungpfadfindersippen und eine Pfadfindersippe.
„Rustikale Sitzgelegenheiten, die sicherlich später als Brennholz gedient haben“ -
1965
Bardenberg richtet das Gaulager für Jungpfadfinder aus. Die Sippe Adler nutzt den Heimvorteil, gewinnt die Gauausscheidung und fährt zur Landesausscheidung.
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1966
Die Pfadfinder beantragen den Abstellraum als Bastelraum. Herr Schütten zeigt den Gruppen den Umgang mit Briefmarken und Mikroskop.
Eine Gruppe beim Basteln -
1967
Der Kirchturm wird repariert: Mit einer Lumpensammlung kommen 756,- DM für Pastor Wirtz zusammen.
Kapitel 3
1968–1978: Eigenständig und gemischt
Der Antrag auf einen eigenen Stamm, die ersten Mädchen und Wölflinge, der eigene Verein – und über 100 Mitglieder.
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1968
Harald Thelen beantragt bei der Gauleitung die Anerkennung als eigenständiger DPSG-Stamm. Auf Initiative von Frau Hensen entsteht die erste Mädchengruppe – 14 Mädchen am ersten Gruppenabend.
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1969
Im Mai wird die erste Wölflingsmeute gegründet: 16 Mitglieder, geleitet von Angelika Gersmann – der ersten Leiterin bei den Bardenberger Pfadfindern.
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1970
Im April wird das 20-jährige Bestehen gefeiert. Eine Straßensammlung für spastisch Gelähmte bringt 800,- DM. Am ersten Weihnachtstag beschenkt die Rover-Runde kranke Gastarbeiter im Knappschaftskrankenhaus.
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1971
Erst seit diesem Jahr können Mädchen offiziell Mitglied der DPSG werden – Bardenberg hatte im Bezirk eine Vorreiterrolle.
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1973
Beim Karnevalszug ziehen die Pfadfinder mit dem Motto „Sommerlager 2000“ mit. Die Mädchen-Sippe wird Bezirkssieger und fährt zur Landesausscheidung.
Karnevalszug 1973 -
1974
Der Stamm feiert sein 25-jähriges Bestehen und zählt über 100 Mitglieder. Harald Thelen wird für seine Verdienste geehrt.
Harald Thelen (2. v. l.) überreicht Gründer Peter Jungen (4. v. r.) eine Graphik -
1975
Flohmarkt auf dem Dr.-Hans-Böckler-Platz für die Behindertenarbeit. Eine Abordnung fährt zum 14. Weltpfadfindertreffen nach Lillehammer in Norwegen.
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1976
Der Verein Sankt Georg e.V. wird gegründet – als Rechts- und Finanzvertreter für den Stamm.
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1978
Angelika Schillings wird 2. Vorsitzende – die erste Frau im Stammesvorstand.
Kapitel 4
1979–1991: Freundschaft mit Morlaix
Die ersten Lager in Würselens Partnerstadt in der Bretagne – und eine Freundschaft, die 1989 neu beginnt.
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1979
Zum 30-jährigen Bestehen bilden 100 Kinder und Jugendliche und 30 Erwachsene den Stamm. Das erste Sommerlager in Morlaix: ein Platz in der Bucht, in Le Dourduff en Mer – hier entstehen die ersten Kontakte zu den Scouts de France.
Französische und deutsche Pfadfinder in Morlaix 1979 -
1980
Der Georgstag wird mit einem großen Stadtspiel gefeiert. Zum Sommerfest entsteht auf der Wiese hinter dem Jugendheim ein Backofen.
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1982
Waldsäuberung mit dem Heimatverein – schon zum dritten Mal. Agnes Lohbusch wird 1. Vorsitzende: die erste Frau im Bezirk, die einen Stamm leitet.
Waldsäuberung mit dem Heimatverein -
1985
In der Wölflingsstufe fehlt Nachwuchs. Mit der Aktion „Neue Wölfe braucht der Stamm“ auf dem Hans-Böckler-Platz werden neue Mitglieder geworben.
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1988
Jede Stufe plant ihr eigenes Sommerunternehmen: Die Wölflinge fahren nach Körperich, die Jungpfadfinder segeln auf dem IJsselmeer, die Pfadfinder ziehen mit dem Planwagen durchs Sauerland.
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1989
Der Stamm feiert sein 40-jähriges Bestehen. Über Fronleichnam fährt eine siebenköpfige Delegation in die Bretagne. Der Kontakt zu Jacques Guillerm und den Éclaireuses et Éclaireurs de France legt den Grundstein für eine Freundschaft – und durch den Besuch kommt es zum ersten offiziellen Kontakt zwischen den EEdF und den Scouts de France überhaupt.
Das Viadukt, Wahrzeichen der Stadt Morlaix -
1990
Kompletter Vorstandswechsel. Beate Ackens wird Kuratin – die erste Frau im Kuratenamt im Bezirk.
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1991
Nach einer Satzungsänderung des Bundesverbandes gibt es zwei gleichberechtigte Vorsitzende – nach Möglichkeit eine Frau und ein Mann.
Kapitel 5
1992–1998: Auf dem Weg zum Fünfzigsten
Lager von Ameland bis England, das Weltpfadfindertreffen in Dronten und ein Festwochenende zum Fünfzigsten.
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1995
Zum fünften Mal in Morlaix, diesmal in Plourin-lès-Morlaix und zusammen mit St. Pius X Würselen. Der Bürgermeister von Plourin empfängt zum ersten Mal offiziell eine deutsche Gruppe in seinem Rathaus. Danach fahren beide Leiterrunden zum Weltpfadfindertreffen nach Dronten.
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1996
Sommerlager in Hailsham in England.
Die Rover 1996 in Südengland -
1997
Sommerlager in Küssaberg im Schwarzwald.
Lagerfeuerrunde 1997 in Küssaberg -
1998
Im Jubiläumsjahr geht es zum Karneval mit dem Motto „Kunterbunt statt kleinkariert“ und vom 17. Juli bis 1. August wieder nach Plourin-lès-Morlaix. Vom 11. bis 13. September feiert der Stamm auf der Wiese hinter dem Jugendheim sein 50-jähriges Bestehen – mit Festzug durch den Ort und Jubiläumsabend im selbstgebauten Festzelt.
Vorreiter im Bezirk
Mädchen und Frauen bei den Bardenberger Pfadfindern
Die DPSG war ursprünglich ein reiner Jungenverband. In Bardenberg gab es schon eine Mädchengruppe, bevor Mädchen offiziell Mitglied werden durften – und mehrere Frauen waren die ersten im ganzen Bezirk.
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1968
in Bardenberg
Auf Initiative von Frau Hensen entsteht die erste Mädchengruppe – drei Jahre, bevor die DPSG Mädchen offiziell aufnimmt.
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1969
in Bardenberg
Angelika Gersmann leitet die erste Wölflingsmeute – die erste Leiterin unseres Stammes.
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1971
in der ganzen DPSG
Mädchen können offiziell Mitglied der DPSG werden.
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1978
in Bardenberg
Angelika Schillings wird 2. Vorsitzende – die erste Frau im Stammesvorstand.
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1982
erste im Bezirk
Agnes Lohbusch wird 1. Vorsitzende – die erste Frau im Bezirk, die einen Stamm leitet.
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1990
erste im Bezirk
Beate Ackens wird Kuratin – die erste Frau im Kuratenamt im Bezirk.